// Umluftunabhängige Atemschutzgeräte

 

<font class="bildvon">Pressluftatmer</font> <br> - Bild 1 von 5 - <font class="bildvon">Pressluftatmer</font> <br> - Bild 2 von 5 - <font class="bildvon">Pressluftatmer</font> <br> - Bild 3 von 5 - <font class="bildvon">Pressluftatmer</font> <br> - Bild 4 von 5 - <font class="bildvon">Pressluftatmer</font> <br> - Bild 5 von 5 -

 

Auf sämtlichen Löschfahrzeugen unseres Zuges führen wir sogenannte umluftunabhängige Atemschutzgeräte (Pressluftatmer) mit, welche im Rahmen unserer Tätigkeit in den Jahren einen immer größeren Stellenwert erlangt haben. Sie isolieren den jeweiligen Geräteträger von der Umgebungsatmosphäre, versorgen ihn mit Atemluft und ermöglichen es damit, in verschiedensten Einsatzlagen beginnend bei der Brandbekämpfung über die Technische Hilfeleistung bis hin zu Gefahrgutunfällen eine effektive Hilfe zu leisten sowie Menschen, Tiere und Sachwerte retten zu können und sogleich unsere Kameraden vor gesundheitsschädlichen (Rauch-)Gasen zu schützen. Die Arbeitszeit mit einem solchen Pressluftatmer beträgt bei mittlerer Belastung ca. 30 Minuten.
 
Bei den Atemschutzgeräten wird grundsätzlich unterschieden zwischen Überdruck- und Normaldruckgeräten, wobei bei uns erstgenannte Anwendung finden. Diese Überdruckgeräte bestehen aus der auf einem Tragegestell befindlichen Druckluftflasche, welche mit rund 6 Liter Atemluft (300 bar Druck) gefüllt ist. Durch einen ebenso auf der Trageplatte montierten Druckminderer wird der Hochdruck aus dieser Flasche auf den Mitteldruck (6 – 8 bar) für die Leitung vom Druckminderer bis zu einem speziellen Lungenautomaten reduziert, welcher die Luft dann je nach Bedarf über eine Atemschutzmaske an den Geräteträger in einem atembaren Niederdruck im Millibar-Bereich abgibt. Um die Höhe des noch in der Flasche befindlichen Luftdruckes feststellen zu können, ist jedes Atemschutzgerät mit einem Manometer ausgestattet. Dieses bietet durch eine akustische Warneinrichtung zusätzlichen Schutz für den Geräteträger mittels eines durchgängigen Pfeiftones bei einem Restdruck von ca. 55 bar.
 
An die Träger solcher Atemschutzgeräte werden verschiedenste persönliche und fachliche Anforderungen gestellt. So muss das 18. Lebensjahr vollendet und die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger erfolgreich absolviert worden sein. Ebenso ist ein hohes Maß an körperlicher Fitness sowie gesundheitlicher Eignung – festgestellt durch eine regelmäßige Untersuchung nach arbeitsmedizinischen Grundsätzen – erforderlich. Zuletzt sind jährlich eine theoretische Unterweisung, eine Einsatzübung sowie eine Übung in der Atemschutzstrecke notwendig.